Pfarre Kalksburg


Wappen04

Bibelgeschichten für Kinder erzählt:

Erde

Gott erschafft die Welt

Gott, der ewig ist und daher auch keinen Anfang und kein Ende hat, dachte, der Moment sei gekommen, die Erde zu erschaffen. So sagte er am ersten Tag: “Es werde Licht!” Das Licht nannte er Tag und die Finsternis Nacht.

Am zweiten Tag trennte Gott die Wasser über dem Firmament von jenen darunter. “Das Firmament soll Himmel heissen”, beschloss er.

Am dritten Tag trennte er das Wasser vom Land und so entstanden das Festland. Das Wasser nannte er Meer und das Festland Erde. Dann sprach er: “Auf dem Land sollen alle Arten von Pflanzen und Bäumen wachsen.” Da grünten und sprossten die Pflanzen. Gott sah, dass sie gut waren.

Am vierten Tag sagte Gott: “Lichter sollen am Himmel stehen, die den Tag von der Nacht trennen, damit man die Tage und Jahre zählen kann.” Er schuf die Sonne für den Tag und den Mond für die Nacht.

Am fünften Tag erschuf Gott die Fische im Meer und die Vögel am Himmel. Auf dem Land sollen alle Arten von Tieren leben, große und kleine.

Am sechsten Tag sprach Gott: “Nun will ich den Menschen nach meinem Bilde schaffen.” Er schuf die Menschen nach seinem Bilde, männlich und weiblich und sprach: “Wachset und vermehret euch und herrscht über alles, was ich geschaffen habe!”

So wurde Himmel und Erde vollendet. Am siebten Tag ruhte Gott. Darum ist der siebte Tag der Woche für die Menschen ein gesegneter, ein heiliger Tag.

Paradies

Gott schenkt den Menschen das Paradies

Gott nannte den ersten Menschen “Adam”, das heißt “Mensch aus Erde”. Dann schenkte er ihm einen wunderschönen Garten, das Paradies. Dort sollte er mit allen Tieren, die Gott auch erschaffen hatte, leben.

Aber, dachte Gott eines Tages, “Er ist so allein dort. Die Tiere sind ganz anderes als er. Das ist nicht gut. Er braucht jemanden, der zu ihm passt.

Er versetzte Adam in einen tiefen Schlaf. Dann, als er ganz fest schlief, nahm er eine seiner Rippen heraus und machte daraus eine Frau. Die Frau nannte Gott Eva. Als Adam erwachte und Eva sah, rief er voll Freude: “Diese Frau ist wo wie ich, sie ist von meinem Fleisch und Blut!”

Gott ermahnte nun beide, wie er Adam schon einmal ermahnt hatte: “Ihr dürft die Früchte von allen Bäumen im Garten essen, doch nicht vom Baum der Erkenntnis. Denn wenn ihr von diesen Früchten esst, müsst ihr sterben!”

Adam und Eva

Die Menschen verlieren das Paradies

Adam und Eva lebten eine Weile glücklich und zufrieden. Doch der Geist des Bösen, der ungehorsame Engel, den Gott einst in die Hölle verstoßen hatte, war neidisch auf das Glück des Menschenpaares. Er schlüpfte in die Gestalt einer Schlange und zischte Eva zu: “Ssss.... es stimmt nicht, dass ihr sterben müsst, wenn ihr von den Früchten des verbotenen Baumes esst.

Ssss...., im Gegenteil, die Augen werden auch aufgehen. Ihr werdet wissen, was gut und was böse ist. Ihr werdet allwissend sein, ihr werdet sein wie Gott!”

Da nahm Eva die Frucht, die ihr die Schlange anbot und biss hinein. Dann überredete sie auch Adam, davon zu kosten. Noch im selben Augenblick bemerkten die beiden, dass sie ganz nackt waren und schämten sich sehr. Schnell suchten sie ein Versteck und bedeckten sich mit Feigenblätter.

Doch Gott erschien vor ihnen und tadelte sie für ihren Ungehorsam. Adam schob die Schuld auf die Frau: “Sie hat mir zu essen gegeben!” Die Frau klagte die Schlange an: “Sie hat mich verführt.”

Da sagte Gott zur Schlange: “Weil du das getan hast, bist du verflucht. Du sollst auf dem Bauch kriechen und Staub fressen.”

Zu Eva sagte Gott: “Du wirst es schwer haben. Unter Wehen wirst du deine Kinder gebären.”

Zu Adam sagte Gott: “Mein Gebot hast du nicht beachtet. Du wirst merken, dass die Erde kein Paradies ist. Bis du stirbst, musst du hart arbeiten, damit du mit deiner Familie keinen Hunger leidest.”

Dann verstieß er Adam und Eva aus dem Paradies. Am Eingang ließ er einen Engel mit einem flammenden Schwert Wache halten, sodass niemand mehr den Weg zum Baum des Lebens betreten konnte.

Kain und Abel

Kain und Abel

Adam und Eva hatten zwei Söhne die hießen Kain und Abel. Abel wurde ein Schafhirte und Kain ein Ackerbauer. Auf den Feldern von Kain wuchs viel Korn. Einen Teil davon brachte er Gott als Opfer zum Dank. Abel opferte eines seiner Lämmer. Gott gefiel das Opfer des Abel. Das Opfer von Kain beachtete er aber nicht. Da wurde Kain zornig und böse. Gott warnte ihn: Warum bist du zornig? Wenn du Gutes planst, kannst du jedem in die Augen schauen.

Wenn du aber Böses planst, dann wartet die Sünde auf dich. Sie will dich verschlingen, aber du kannst sie besiegen.

Doch Kain sagt zu seinem Bruder: “Komm mit mir auf das Feld.” Als sie auf dem Feld waren, schlug Kain seinen Bruder Abel tot.

Gott fragte den Kain: “Wo ist dein Bruder Abel.” Kain antwortete. “Ich weiß es nicht. Bin ich der Hüter meines Bruders?” Da sagte Gott zu ihm: “Was hast du getan? Das Blut deines Bruders floss in die Ackererde. Du kannst nicht länger Bauer bleiben, denn der Acker wird dir keine Frucht mehr bringen.”

Kain verlor seine Heimat und musste ruhelos von einem Ort zum anderen ziehen.

Da klagte Kain: “Meine Strafe ist zu schwer. Du vertreibst mich vom Ackerland und aus deiner Nähe. Du machst mich zum Flüchtling und jeder der mich findet, wird mich töten.” Damit Kain für seine Tat durch niemanden getötet werden konnte, machte  Gott zum Schutz ein Zeichen auf seine Stirn.

Fortsetzung folgt.

 


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